Wien - Mehr als eine Reise wert
Vom 13. bis 17. September 2026 besuchte die Klasse BG24 des Beruflichen Gymnasiums der Rheinischen Akademie Köln die österreichische Hauptstadt Wien. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Schulleiter Dr. Marcus Wüst und ihrem Klassenlehrer Dr. Michael Leichter. Fünf Tage lang standen Geschichte, Kultur, Wissenschaft und politische Bildung auf dem Programm – und natürlich blieb auch genügend Zeit, Wien auf eigene Faust zu entdecken.
Am Sonntag ging es gegen Mittag in Richtung Österreich, sodass die Schülerinnen und Schüler bereits am Abend erste Eindrücke von der traditionsreichen Donaumetropole mit ihrem besonderen kaiserlichen und barocken Flair sammeln konnten.
Der Montag stand ganz im Zeichen des mittelalterlichen und barocken Wiens. Im Deutschordenshaus in der Singerstraße erhielt die Gruppe zunächst Einblicke in die Schatzkammer und das Zentralarchiv des Deutschen Ordens. Einen besonderen Höhepunkt bildete die herzliche Begrüßung durch Generalabt und Hochmeister Frank Bayard. So konnten die Schülerinnen und Schüler Geschichte an einem authentischen Ort unmittelbar erleben.
Am Nachmittag ging es weiter zum Stephansdom, einem der bedeutendsten Wahrzeichen Wiens. Im Rahmen einer fachkundigen Führung lernten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte, Architektur und besondere Bedeutung des Domes näher kennen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits einige Kilometer zu Fuß zurückgelegt worden waren, führte der Weg anschließend noch zur eindrucksvollen Karlskirche, einem der bedeutendsten barocken Sakralbauten der Stadt.
Am Dienstag rückten Naturwissenschaft und Studienorientierung in den Mittelpunkt. Unter Leitung von Dr. Michael Leichter besuchte die Klasse die Technische Universität Wien. Dort konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit Fragen der Studienwahl beschäftigen, universitäre Arbeitsbereiche kennenlernen und Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten gewinnen. Auch praktische Elemente und eigene Experimente gehörten zum abwechslungsreichen Programm.
Der Mittwoch widmete sich zunächst der politischen Bildung. Bei einem Besuch der Konrad-Adenauer-Stiftung am Kärntner Ring diskutierten die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Mitarbeitenden der Stiftung über aktuelle europapolitische Fragen, Extremismus, die AfD sowie über Herausforderungen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Die engagierte Diskussion bot zahlreiche Anknüpfungspunkte an Themen des Politik- und Gesellschaftslehreunterrichts.
Am Nachmittag folgte mit dem Besuch des Kunsthistorischen Museums Wien ein weiterer kultureller Höhepunkt der Studienfahrt. Von altägyptischen Exponaten über Kunstwerke der Antike bis hin zu den großen Meistern der europäischen Malerei – darunter Werke von Peter Paul Rubens – boten die umfangreichen Sammlungen vielfältige Möglichkeiten, Kunst und Geschichte unmittelbar zu erleben.
Der Donnerstag stand schließlich im Zeichen der österreichischen und europäischen Militärgeschichte. Die Schülerinnen und Schüler besuchten das Heeresgeschichtliche Museum Wien und konnten dort zahlreiche Originalexponate und historische Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten besichtigen.
Anders als der Name des Museums zunächst vermuten lässt, steht im Heeresgeschichtlichen Museum keineswegs eine unkritische Darstellung militärischer Geschichte im Mittelpunkt. Vielmehr setzt sich die Ausstellung eindringlich mit Krieg, Gewalt und ihren Folgen auseinander. Besonders die Abteilungen zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs und zu dessen Verlauf dokumentieren anschaulich die politischen Spannungen, die gesellschaftlichen Umbrüche und die Schrecken des modernen Krieges.
Dr. Wüst führte die Schülerinnen und Schüler fachkundig durch die Sammlung und erläuterte dabei insbesondere die komplexen politischen, gesellschaftlichen und nationalen Bedingungen des Zusammenlebens in der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Anhand zahlreicher Exponate konnten so die Ursachen und Zusammenhänge des Ersten Weltkriegs vertieft und unmittelbar mit den im Unterricht behandelten historischen Entwicklungen verknüpft werden.
Gegen Mittag hieß es schließlich Abschied nehmen von Wien. Die Klasse machte sich auf den Weg zum Flughafen und trat die Heimreise nach Köln an. Dort angekommen, konnten Eltern, Familien und Freunde die Schülerinnen und Schüler nach fünf ereignisreichen Tagen wieder in Empfang nehmen.
Anschließend hieß es Abschied nehmen von Wien und die Heimreise nach Köln antreten.
Die Studienfahrt bot der BG24 damit weit mehr als klassischen Unterricht außerhalb des Schulgebäudes: Geschichte, Naturwissenschaften, Politik und Kunst wurden an authentischen Orten erfahrbar. Gleichzeitig blieb Raum für gemeinsame Erlebnisse und die eigenständige Erkundung einer der bedeutendsten Kulturmetropolen Europas.
Das Fazit nach fünf abwechslungsreichen Tagen: Wien ist tatsächlich mehr als eine Reise wert.