Industrie hautnah erleben: Maschinenbautechniker der Rheinischen Akademie Köln zu Besuch bei igus

Praxisnähe ist ein zentraler Bestandteil der Weiterbildung an der Rheinischen Akademie Köln. Wie moderne Produktion, innovative Werkstoffe und nachhaltige Fertigungskonzepte in der industriellen Realität umgesetzt werden, konnten die angehenden Maschinenbautechnikerinnen und Maschinenbautechniker bei einem Besuch der Firma igus in Köln-Porz aus erster Hand erfahren.

Der weltweit tätige Hersteller von technischen Kunststofflösungen öffnete seine Türen und gewährte spannende Einblicke in Entwicklungs-, Produktions- und Qualitätsprozesse. Bereits zu Beginn der Exkursion wurde deutlich, welchen Stellenwert Innovation bei igus einnimmt. Das Unternehmen entwickelt und produziert sogenannte Motion Plastics, intelligente Kunststoffkomponenten, die in unterschiedlichsten Maschinen und Anlagen zum Einsatz kommen. Besonders hervorzuheben ist dabei ihre Schmierfreiheit, die Wartungsaufwand reduziert und Ressourcen schont.

Ein besonderer Programmpunkt war der Austausch mit Dennis Poensgen, einem Absolventen der Fachschule für Technik der Rheinischen Akademie Köln. Heute arbeitet er erfolgreich im technischen Vertrieb bei igus und berichtete den Studierenden von seinem persönlichen Karriereweg. Sein Werdegang zeigte eindrucksvoll, welche beruflichen Chancen der Abschluss als Staatlich geprüfter Techniker beziehungsweise Bachelor Professional eröffnet.

Während einer ausführlichen Unternehmenspräsentation lernten die Teilnehmenden die Entwicklung von igus von einem regionalen Unternehmen zu einem international agierenden Technologieführer kennen. Im anschließenden Ausstellungsbereich konnten zahlreiche Produkte und Anwendungen aus nächster Nähe betrachtet werden. Dabei entwickelten sich intensive Gespräche über aktuelle Herausforderungen im Maschinenbau und die zunehmende Bedeutung innovativer Werkstoffe.

Besonderes Interesse weckten die Eigenschaften moderner Hochleistungskunststoffe. Viele der angehenden Techniker verfügen bereits über berufliche Erfahrungen in metallverarbeitenden Unternehmen und nutzten die Gelegenheit, unterschiedliche Werkstoffkonzepte miteinander zu vergleichen. Themen wie Korrosionsbeständigkeit, Gewichtsreduzierung, Energieeffizienz und Recyclingfähigkeit standen dabei im Mittelpunkt der Diskussionen.

Den Höhepunkt des Besuchs bildete die Führung durch die Produktionsbereiche. Hier konnten die Studierenden erleben, wie stark automatisierte Fertigungsprozesse und digitale Qualitätssicherung heute die industrielle Produktion prägen. Die enge Verzahnung von Digitalisierung, Automatisierung und nachhaltigem Ressourcenmanagement machte deutlich, wie Industrie-4.0-Konzepte in der Praxis umgesetzt werden.

Neben den technischen Aspekten hinterließ auch die Unternehmenskultur einen positiven Eindruck. Offene Kommunikation, kurze Entscheidungswege und eine moderne Arbeitsorganisation zeigten, wie wichtig neben technologischer Kompetenz auch zeitgemäße Führungs- und Zusammenarbeitsmodelle für den Unternehmenserfolg sind.

Für die angehenden Maschinenbautechnikerinnen und Maschinenbautechniker der Rheinischen Akademie Köln bot die Exkursion wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Industrie. Solche Praxisbesuche schaffen eine wichtige Verbindung zwischen Unterricht und beruflicher Realität und verdeutlichen zugleich die vielfältigen Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten, die qualifizierten Technikfachkräften heute offenstehen