RAK geht neue Wege in der BTA-Ausbildung: "Spielend lernen für den Beruf"

GLARS-Projekt

Gemeinsam mit der Rheinischen Fachhochschule (RFH) und dem Cologne Game Lab (CGL) der TH Köln wird die Rheinische Akademie in den nächsten drei Jahren neue Unterrichtsformen für den Bildungsgang der Biologisch-technischen Assistent(inn)en - BTA - entwickeln und erproben. Im Rahmen des sogenannten GLARS-Projekts werden hierbei die berufsbezogenen Ausbildungsinhalte mit Hilfe digitaler Medien lernwirksam aufgearbeitet.
Kernziel der Projektpartner ist es, die Ausbildungsstätte noch stärker mit der Arbeitswelt zu vernetzen und anwendungsorientiertes Wissen zu vermitteln. Dies soll durch die direkte Einbindung der Lernprozesse in die verschiedenen realen beruflichen Kontexte geschehen. Das Vorhaben wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.
GLARS, die Abkürzung steht für "Goal-Based Learning in an Alternate Reality Setting", ist ein multimediales Lernprojekt und soll in spielerischen Szenarien Schule, Unternehmenswelt und Zuhause zusammenführen. Die Schüler(innen) des BTA-Ausbildungszweiges greifen dabei auf unterschiedliche digitale Lernmedien zu und produzieren diese zum Teil auch selbst.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Stefan Ludwigs (Projektleitung GLARS), Prof. Dr. Martin Wortmann (RFH Präsident), Katharina Tillmanns (Cologne Game Lab), Andreas Schröder (RAK Geschäftsführer), Prof. Dr. Dietmar Barzen (RFH Vizepräsident Fachbereich Medien).

Prof. Dr. Stefan Ludwigs von der RFH ist mit der Leitung von GLARS betraut. Weitere Aufgabengebiete der RFH innerhalb des Projekts sind die Gebiete Mediendidaktik, Evaluation und wissenschaftliche Erforschung. Prof. Ludwigs bemerkte hierzu, dass mit GLARS ein wesentlicher wissenschaftlicher Beitrag zu lerntheoretischen und didaktischen Fragestellungen geleistet werden solle. Hierbei stünden grundlegende Erkenntnisse zur Selbstregulation der Lernenden sowie mediendidaktische Aspekte im Vordergrund.
Das CGL hat in anderen Zusammenhängen bereits viele Erfahrungen gesammelt mit der Erforschung und Entwicklung interaktiver Inhalte, nicht-linearer Bildungsangebote, interaktiver Film- und TV-Formate und sogenannter "Serious Games". Im GLARS-Projekt wird es daher federführend mit der Konzeption des Game Design befasst sein.
Weitere Partner aus dem Bereich der Industrie wie Miltenyi Biotec aus Bergisch-Gladbach sowie der NRW-Biotechnologiecluster BIO.NRW sind ebenfalls in diversen Funktionen in das Projekt eingebunden.
Für die RAK sind die Vorteile für die Teilnahme an dem Projekt evident: Ziel ist es, Vorreiter für moderne, multimediale Ausbildungskonzepte zu werden und die Lernkurve dieses Projektes für weitere Ausbildungsangebote zu nutzen.